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Kriterien für nachhaltiges Olivenöl nach FAO GIAHS

Du suchst nachhaltiges Olivenöl aus von Hand geernteten Oliven? Eine umwelt- und tierfreundliche Landwirtschaft ist dir wichtig? 

Du bist bei deiner Recherche auf das FAO GHIAS Siegel gestoßen und möchtest mehr dazu erfahren? In unserem Beitrag erhältst du weitere Informationen rund um dieses Siegel. Was dieses Siegel besonders macht, welche Regionen es aktuell tragen und welche Alternative es zu diesem Siegel gibt.

Du möchtest Lebensmittel aus bio(zyklisch)-veganem Anbau kaufen? Dann bist du hier richtig. Im Bio-Vegan-Bestellen Onlineshop findest du vogelfreundliches Olivenöl, Oliven im Glas, Olivenpaste, Kräuter wie Thymian, Oregano oder griechischen Bergtee, Korinthen, Sultaninen, Bohnen aus europäischem Anbau, Cashews aus Brasilien und vieles mehr. Schau hier im Shop vorbei!

Was genau bedeutet “FAO GHIAS”?

Die “Food and Agricultural Organization” (kurz FAO) der United Nations setzt sich bereits seit 1945 für den Kampf gegen Hunger, Unterernährung und Armut ein. Ihr Ziel ist es, diese in nachhaltiger Weise zu beseitigen. Die FAO führt seit 2002 das sogenannte GIAHS-Register, in dem besonders schützenswerte und nachhaltige Agrarlandschaften geführt werden. GIAHS ist die englische Bezeichnung für “Anerkennung als global bedeutendes landwirtschaftliches Kulturerbe-System” (Globally Important Agricultural Heritage Systems kurz GIAHS). Ziel dieses Registers ist es, das landwirtschaftliche Erbe als einzigartige Ökosysteme mitsamt traditioneller Praktiken, die dort seit Generationen eingesetzt werden und die Lebensgrundlage für die lokale Bevölkerung bildet, zu schützen. 

Um Teil dieses Registers zu werden, muss man sich als Region bewerben und eine Reihe von Kriterien erfüllen. Darunter fallen die folgenden fünf Kriterien:

  1. Die Ernährungssicherheit soll sicherstellen, dass die lokalen Gemeinschaften sich möglichst autark mit Nahrungsmitteln versorgen können und die Landwirtschaft deren Existenz sichert. 
  2. Die Agrobiodiversität soll die Artenvielfalt erhalten. Gemeint sind damit besonders Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen, welche direkt oder indirekt der Ernährung oder Landwirtschaft dienen und besonders selten oder gar gefährdet sind. Dazu zählen auch Bodenmikroorganismen, Raubtiere sowie Bestäuber, die für den Erhalt des Ökosystems unentbehrlich sind. 
  3. Die lokalen und traditionellen Wissenssysteme bezeichnen lokales Wissen, adaptive Technologien und Managementsysteme für natürliche Ressourcen, die über Generationen weitergeben wurden. Dieses Wissen unterstützt land- und forstwirtschaftliche, sowie fi­sche­rei­lichen Aktivitäten und soll deshalb erhalten werden.
  4. Die Kulturen, Wertesysteme und soziale Organisation bezeichnen die kulturelle Identität, die mit dem landwirtschaftlichen Gebiet verankert ist. Sozial verankerte Wertesysteme in diesen Regionen erhalten und fördern die Gerechtigkeit bei der Nutzung und den Zugang zu natürlichen Ressourcen. Diese Wertesysteme können dabei in Form von Gewohnheitsrechten als Normen zeremonieller, religiöser oder spiritueller Art festgelegt sein.
  5. Die GIAHS-Standorte müssen gewisse Merkmale erfüllen. Diese Landschaften müssen sich durch eine Interaktion zwischen Mensch und Umwelt entwickelt oder sich anschließend stabilisiert haben oder immer noch langsam entwickeln. Historisch gesehen zeichnet diese Orte eine Beständigkeit aus und ist eng mit dem regionalen sozioökonomischen System verknüpft. Sie können dabei die Form von komplexen Landnutzungsmosaiken, wie z.B. das traditionelle Terrassensystem bei Olivenhainen in Italien oder als Wasser- und Küstenmanagementsysteme auftreten.

FAO GIAHS Liste für Oliven

Ergänzend zum konventionellen Weltkulturerbe der UNESCO bezeichnen FAO GIAHS besonders schützenswerte Agrarlandschaften. Diese unterscheiden sich natürlich in bestimmten Kriterien vom konventionellen Kulturerbe, da es sich um ein lebendiges und entwickelndes Agrarsystem mit Einfluss auf die lokale Kultur handelt. 

Aktuell (Stand Februar 2021) besitzen lediglich zwei Anbauregionen für Oliven eine Anerkennung GIAHS-Region. 

Die Olivenhaine der Hänge zwischen Assisi und Spoleto in Italien:

Dieses Gebiet ist aus historischer Sicht eines der bedeutendsten Anbaugebiete in Italien. Es existieren Funde, die beweisen, dass bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. dort Oliven angebaut und geerntet wurden.

Das traditionell vorkommende Terrassensystem ermöglicht dort seit mehreren Jahrhunderten den Anbau von Oliven an den steilen Hängen. Dieses Wissen wurde über viele Generationen weitergeben und erlaubt dort den nachhaltigen Anbau von Oliven. 

Das landwirtschaftliche System mit alten Olivenbäumen im “Territorio Sénia” in Spanien:

Die Region “Territorio Sénia” bezeichnet das Gebiet zwischen Katalonien und Aragon und umfasst 27 Gemeinden, welche eine gemeinsame Geschichte, Sprache und Kultur besitzen. In dieser Region ist weltweit die höchste Dichte an alten Olivenbäumen vorzufinden. 

Die ältesten Bäume dort sind bis zu 5.000 Jahre alt und machen die Region damit einzigartig. Durch die Rekultivierung der alten Olivenhaine und deren landwirtschaftlicher Nutzung konnten die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung verbessert werden. Weiterhin sorgt die Tatsache, dass dort viele verschiedene Olivensorten vorzufinden sind, für eine größere Artenvielfalt in der Region.

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Vegane und nachhaltige Oliven als Alternative für FAO GIAHS kaufen

Wie du gesehen hast, tragen aktuell lediglich zwei Anbauregionen für Olivenöl das FAO GIAHS-Siegel und nur wenige Anbieter führen solche Oliven und Olivenöle überhaupt in ihrem Shop. Leider wird dieses Siegel auch nur für ganze Regionen und nicht nur für einzelne Betriebe vergeben, welche dann einzeln kontrolliert werden. 

Anders ist das bei unseren biozyklisch-veganen Olivenölen aus unserem Onlineshop. Hier werden einzelne Betriebe kontrolliert und haben durch den biozyklisch-veganen Anbau viele Vorgaben, die sich mit den FAO GIAHS-Kriterien bei Anbau und Ernte decken oder auch darüber hinaus gehen:

  • Das Olivenöl unserer Bauern ist aus nachhaltigem Anbau: 
    Das bedeutet, du leistest einen Beitrag zur Unterstützung von kleinbäuerlichen Betrieben, förderst lokale Anbaumethoden und die sogenannte Kreislandwirtschaft. Damit sind die Bauern unabhängig von Düngemittel- und Pestizidherstellern durch die Nutzung von lokal verfügbaren Ressourcen, wie Kompost. Mehr Informationen zu diesem und weiteren Vorteilen des biozyklisch-veganen Anbaus findest du in diesem Blogbeitrag. Damit erfüllt diese Art des Anbaus das Kriterium der Ernährungssicherheit, indem er den Bauern die Lebensgrundlage und Existenzsicherung ermöglicht. 
  • Förderung der Artenvielfalt und selektive Insektenbekämpfung:
    Um das Biotop Olivenhain und darin lebenden Insekten, Tiere und Kleinstlebewesen zu schützen, sind die Kultur- und Bearbeitungsmaßnahmen innerhalb des Hains reglementiert. Um das Ökosystem “Olivenhain” mit all seinen Lebewesen zu schützen, sind Spritzmittel gegen Insekten bei dieser Anbauart nicht gestattet. Damit erfüllt unser Anbau auch die Agrodiversität der FAO GIAHS. 
  • Nutzung von Nebenprodukten der Olivenölgewinnung und Verwertung von Bestandteilen, die im Olivenhain zurückbleiben (Gräser, Kräuter & Äste):
    Abfallstoffe bei der Herstellung von Olivenöl wie Fruchtfleisch, Kerne und Blätter werden kompostiert und den Olivenbäumen zur Bodenverbesserung wieder zugeführt. Dieses Vorgehen wird als Kreislandwirtschaft bezeichnet und ist besonders nachhaltig. Frische Zweige werden als Mulch in die Erde eingearbeitet, trockene werden verbrannt und als Asche eingebracht. Das Mähgut und die geschnittenen Wild- und Heilkräuter nutzt man als Mulchschicht direkt an den Olivenbäumen und schützt diese in Trockenperioden vor Austrocknung. 
  • Olivenernte von Hand & 100% vegane Oliven:
    Durch die sorgsame Ernte von Hand mit Rechen oder Rüttlern werden qualitativ hochwertige Oliven und damit hochwertiges Olivenöl gewonnen. Diese Form der Olivenernte wird bereits seit vielen hundert Jahren in der Region angewandt und wurde von Generation zu Generation weitergegeben (Wissenssysteme). Das Beste daran: Dabei kommen keine Tiere, wie z.B. Vögel zu Schaden und auch für den Baum ist dieses Ernteverfahren besonders schonend. Durch die vegane Landwirtschaft ohne den Einsatz von tierischen Produkten muss für unsere Oliven und unser Olivenöl garantiert kein Tier leiden. 
  • Historische Entwicklung der Olivenhaine in Griechenland:
    Die Olivenhaine unserer Bauern haben sich durch die Interaktion zwischen Mensch und Umwelt entwickelt. Die Olivenbäume existieren bereits seit Generationen, sind teilweise sehr alt und weisen damit eine hohe Beständigkeit auf. 

Weitere Vorteile unseres biozyklischen Olivenöls der Familie Kotrótsis:

  • Sortenreines Koroneiki Bio-Olivenöl aus Griechenland
  • Einzelerzeugerabfüllung - keine Mischung verschiedener Sorten & Länder
  • Direktimport von der Erzeugerfamilie ohne Zwischenhändler und damit eine größere Marge für kleinbäuerliche Betriebe wie Familie Kotrótsis
  • sehr günstiger Preis in der Großpackung z.B. als 3 Liter-Kanister

 

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Wenn du auf der Suche nach nachhaltigem, klimafreundlichem und Olivenöl aus von Hand geernteten Oliven alter Bäumen bist, könntest du auch das biozyklisch-vegane Olivenöl gut finden. 

Dieses unterliegt, wie auch das FAO GIAHS Olivenöl, strengen Kontrollen und hat ähnliche Kriterien für den Anbau, wie beispielweise der Schutz der Artenvielfalt. Möchtest du also sichergehen, dass das Olivenöl aus manueller Ernte ist und dabei keine Vögel zu Schaden kommen, sieh dir auch unsere verschiedenen Oliven und Olivenöle aus bio(zyklisch) veganem Anbau in unserem Onlineshop an.

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