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Meine 20+ Lieblingspflanzen für einen Permakultur-Waldgarten

Meine 20+ Lieblingspflanzen für einen Permakultur-Waldgarten

Was ist ein essbarer Wald- oder Permakulturgarten?

Ein essbarer Waldgarten ist ein Garten, der den Prinzipien der Permakultur folgt und dabei ein natürliches Waldökosystem nachahmt. Der Garten besteht aus Schichten von essbaren und nützlichen Pflanzen wie Obstbäumen, Sträuchern, Kräutern, Wurzelpflanzen, Bodendeckern und Pilzen. So kannst du gesundes Obst und Gemüse rund um das Jahr genießen, ohne viel Arbeit zu investieren. Da du mit der Natur arbeitest, sparst du lästiges Umgraben und Jäten. Durch seine mehreren Pflanzenschichten ist der essbare Waldgarten besser in der Lage, alle notwendigen Elemente für ein gesundes Pflanzenwachstum bereitzustellen als ein traditioneller Garten. Dementsprechend sind Waldgärten die ideale Lösung für alle, die ihre eigenen Lebensmittel ohne viel Aufwand selbst produzieren wollen. Ganz nebenbei fördert der essbare Waldgarten eine nachhaltige und ökologisch verantwortungsvolle Landnutzung. 

Die Permakultur-Vorteile auf einen Blick: 

  • Gesunde und leckere Früchte, Gemüse und Kräuter ohne Giftstoffe
  • Einfache Ernte ohne viel Aufwand und Pflege
  • Mehrjährige Pflanzen versprechen regelmäßige Erträge
  • Die Nutzung von verschiedenen Ebenen sorgt für reichhaltige und vielfältige Ernte auf verhältnismäßig wenig Platz, eine höhere Artenvielfalt, Erosionsvermeidung und Düngung über die Blätter.

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Waldgarten oder essbarer Waldgarten?

Auch ein normaler “Waldgarten” ahmt einen natürlich gewachsenen Wald nach und bietet eine große Pflanzenauswahl. Ein “essbarer Waldgarten” hat jedoch neben den optischen und ökologischen Vorzügen zudem auch den Mehrwert der reichlichen Ernte mit einer Vielzahl an Gemüse, Früchten und Kräutern. Der Waldgarten ohne Nutzpflanzen bietet grundsätzlich die gleichen Vorteile und ist nach dem gleichen Prinzip aufgebaut, wie der essbare Waldgarten – nur eben ohne die leckere Ernte. 

Garten nach dem Prinzip eines Waldes

Der Permakulturgarten für Anfänger*innen erklärt

Bei der Permakultur handelt es sich um eine besondere Art der Landnutzung, die auf der Schaffung von nachhaltigen und regenerativen Systemen basiert. Der Begriff leitet sich vom Englischen “permanent (agri)culture” ab und bezeichnet eine Planungsmethode für Landwirtschaft oder Gartenbau, die von natürlichen Ökosystemen abgeleitet ist und damit permanent funktioniert. Das Ziel besteht darin, die natürliche Umwelt so zu nutzen, dass sie ihre Ressourcen erneuern und gleichzeitig eine stabile und produktive landwirtschaftliche Produktion aufrechterhalten kann. Zentral für die Permakultur sind die Stichpunkte essbare Produktivität (hochwertige Nahrungsmittel direkt vor der eigenen Haustür), Multifunktionalität, Ökosysteme und Nachhaltigkeit. Falls du nun Interesse hast, Permakultur bei dir im Garten anzulegen, findest du alle Informationen sowie einige Waldgarten Beispiele und eine Permakultur-Pflanzenliste in diesem Ratgeber.

Die Ebenen im essbaren Waldgarten

Um eine vielfältige Ernte erzielen zu können, soll der Waldgarten mit möglichst vielen unterschiedlichen Gewächsen bepflanzt werden. Damit diese auch auf engem Raum nicht miteinander konkurrieren oder einander beeinträchtigen, werden die Pflanzen im Waldgarten in verschiedenen Ebenen angelegt, da sie sich auf die verschiedenen Größen der Pflanzen beziehen. Durch diese Einteilung stehen die Bäume, Sträucher und Kräuter weniger in Konkurrenz miteinander.

Pflanzen im Waldgarten werden klassischerweise in die folgenden sieben Ebenen unterteilt:

  1. Hohe Bäume: “Baumkronenschicht”
  2. Niedrige Baumschicht 
  3. Sträucher
  4. Kräuter und mehrjährige Gemüse
  5. Rhizome- und Humusschicht (Wurzeln und Knollen) 
  6. Bodendecker (essbare Pflanzen, die den Boden bedecken)
  7. vertikale (also kletternde) Pflanzen

Ebenen in einem Waldgarten, Foto aus einem Permakultur Buch

Natürlich kannst du die Ebenen auch nach deinen Bedürfnissen und Möglichkeiten anpassen. Wenn sich keine hohen Bäume in deinen Hausgarten integrieren lassen, beginnst du einfach mit der niedrigen Baumschicht und nutzt Halbstamm- oder Zwergbäume. Für eine Permakultur beziehungsweise einen Waldgarten im Haus- oder Kleingarten eignen sich jedoch auf jeden Fall Bodendecker und alle kleinwüchsigen Bäume, die eine leckere Frucht tragen oder andere Erträge bieten.

Kann man Permakultur im Kleingarten anlegen?

Natürlich hat man als Hobbygärtner*in nicht immer eine große Nutzfläche zur eigenen Verfügung, um einen großen Permakultur-Waldgarten anlegen zu können. Das ist aber gar kein Problem – denn Permakultur eignet sich aufgrund seiner Effizienz und optimalen Raumnutzung, grundsätzlich auch gut für Kleingärten mit limitierter Grundfläche. Was jedoch zu bedenken ist: Wer seinen Waldgarten in Deutschland in einem Kleingartenverein gestalten möchte, wird durch strenge Satzungen und Regeln oft eingeschränkt: Das kann sowohl die allgemeine Gestaltung, als auch die Auswahl der Bepflanzung betreffen. Im eigenen Hausgarten verfügt man in der Regel über mehr Freiheiten, was die Gestaltung der Nutzfläche betrifft. Und für einen kleinen Waldgarten reicht in der Regel bereits eine kleine Fläche vor dem eigenen Haus.

Weshalb kann man einen Permakultur-Waldgarten besonders gut in Klein- und Schrebergärten anlegen?

  • Permakultur wird, auch wenn ursprünglich für die Landwirtschaft geplant, vor allem auf kleinen Flächen angewendet
  • Alle Bereiche werden optimal genutzt (auch Randzonen)
  • Elemente werden multifunktional genutzt

Katze im Permakultur Garten

Bild: Ein Permakulturgarten bietet Lebensraum für Mensch und Natur - manchmal in unerwarteter Weise. Denn die Holzhackschnitzel als Mulch erwärmen sich und bieten so auch einen wohligen Platz für die Katze der Nachbarn.

Welche Pflanzen eignen sich für den Permakultur-Waldgarten?

Wenn du einen Waldgarten anlegen möchtest, solltest du vor allem auf vielfältige Kulturen setzen, die diverse Funktionen erfüllen. Verschiedene Pflanzen locken unterschiedliche Insekten, Vögel und Säugetiere an, die Nahrung und Unterschlupf im Waldgarten finden sollen. Dies ist für die natürliche Regulierung der Permakultur von Bedeutung: Nur wenn die richtigen Tiere angelockt werden, können Blüten bestäubt und Schädlinge abgehalten werden. Außerdem sollte bei der Bestückung der Permakultur auf mehrjährige Pflanzen gesetzt werden. Im Sinne der Permakultur soll schließlich ein permanentes System geschaffen werden, das möglichst wenig menschliches Eingreifen erfordert. Permakultur eignet sich sowohl für die Bepflanzung im Gemüsegarten als auch im Biogarten. Wenn du für deinen Waldgarten noch Ideen suchst, findest du Inspirationen in unserer Waldgarten-Pflanzenliste.

Meine Waldgarten-Pflanzenliste

Natürlich gibt es nicht das eine Waldgarten-Beispiel: Die unendlichen Kombinationsmöglichkeiten machen Permakultur individuell und einzigartig. Wenn du für deinen Garten noch Ideen suchst und wissen möchtest, wie du deinen Waldgarten gestalten kannst, wirf einen Blick in unsere Pflanzenliste:

  • Maibeere
  • Heidelbeere
  • Mangold
  • Wilde Rauke
  • Felsenbirne
  • Topinambur
  • Baumkohl
  • Champagner Bratbirne
  • Tafeltraube
  • Rhabarber
  • Winterheckenzwiebel
  • Liebstöckel
  • Griechischer Bergtee
  • Meerrettich
  • Himbeere
  • Stachelbeere
  • Johannisbeere
  • Minze
  • Zitronenmelisse
  • Oregano
  • Thymian
  • Echter Salbei
  • Schnittlauch

Was sich bei mir nicht bewährt hat, aber grundsätzlich auch möglich ist:

  • Schwarze Apfelbeere (Aronia)
  • Goji-Beere
  • Kiwi

Endlich einen eigenen Waldgarten erschaffen!

Du willst einen Waldgarten anlegen und dabei die Prinzipien der Permakultur berücksichtigen? Hier findest du eine Liste verschiedener empfehlenswerter Pflanzen für deine Permakultur im eigenen Hausgarten!

Maibeere (Kamtschatka-Heckenkirsche / Lonicera caerulea var. kamtschatica)

  • Früh im Jahr Beeren ernten
  • Guter Ersatz für Heidelbeeren in sehr kalten Gebieten

Die Maibeere*, auch Honigbeere oder Sibirische Blaubeere genannt, ist eine essbare Wildfrucht, die ursprünglich aus der Halbinsel Kamtschatka in Ostsibirien kommt. Sie gehört zur Familie der Geißblattgewächse. Obwohl sie der heimischen Blaubeere sehr ähnelt, ist sie nicht mit ihr verwandt. Die Maibeere kann im Waldgarten ideal in der Strauchschicht eingesetzt werden, wo sie bis zu einem Meter hoch wächst und durch ihre kurze Entwicklungszeit von der Blüte bis zur Fruchtreife überzeugt: Im März trägt sie cremeweiße Blüten und schon im Mai kann man ihre hell- bis schwarzblaue Frucht genießen! Damit zählt sie zu den frühesten Wildfrüchten. Außerdem stellt die Maibeere die ideale Alternative für Heidelbeer-Fans in kalten Wohngebieten dar. Sie ist sehr genügsam.

Es ist eher unwahrscheinlich, Maibeeren-Pflanzen in Bio-Qualität im lokalen Handel zu finden. Es gibt sie online im Shop von “Mein Schöner Garten”*. Auch auf Ebay gibt es viele Angebote*.

Maibeere Kamtschatka-Heckenkirsche / Lonicera caerulea var. kamtschatica Honigbeere im Permakultur Garten

Bild: Maibeeren liefert bereits nach zwei bis drei Jahren eine gute Ernte und erfreuen Hobbygärtner*innen mit frühen Beeren im Jahr. Der Nachteil: Reife Beeren fallen schnell vom Strauch. Daher muss wirklich täglich gesammelt werden. Sie schmecken leicht säuerlich-fruchtig.

Maibeere blüht im Permakultur Garten

Bild: Die Maibeere in der Blüte, hier Ende März. Bereits Ende Mai trägt sie Früchte.

Heidelbeere / Blaubeere

  • Das Vitaminwunder kann von Juli bis September geerntet werden.
  • Der Strauch dekoriert im Herbst mit seinem tiefroten Laub jeden Waldgarten.

Die Heidelbeere* ist eine kleine, dunkelblaue Frucht, die von Juli bis September geerntet werden kann. Ihr Geschmack ist süß und intensiv, mit einer leicht herben Note. Ein idealer Snack mit vielen Vitaminen und Antioxidantien, der im eigenen Garten angebaut werden kann. Der Heidelbeerstrauch ist durch seine weißen Blüten im Mai und sein tiefrotes Laub im Herbst zudem eine dekorative Ergänzung für jeden Garten. Heidelbeeren können frisch gegessen oder in Pasteten, Marmeladen und anderen Backwaren verwendet werden. 

Wer verschiedene Heidelbeersorten an verschiedenen Standorten im Waldgarten pflanzt, kann dadurch die Erntesaison deutlich verlängern. So lässt sich über viele Monate täglich naschen. Grundsätzlich sind Heidelbeeren sehr genügsam. In Deutschland sind Heidelbeeren vor allem in Wäldern und Mooren zu finden. Sie wachsen aber auch auf Heiden, in Gebüschen oder am Rand von Feldern. Sie bevorzugen saure Böden mit einem pH-Wert zwischen 4,0 und 5,5. Die Böden sollten zudem locker und humusreich sein, damit sie ausreichend Feuchtigkeit und Nährstoffe aufnehmen können. Daher ist es wichtig, Heidelbeeren nicht “einfach so” in den Garten zu pflanzen, sondern sich mit den Bedürfnissen der Pflanzen an den Boden auseinanderzusetzen und entsprechende Pflanzengilden zu planen (mehr zu den Gilden steht weiter unten im Artikel).

Heidelbeeren gibt es in jedem Gartencenter oder Baumarkt zu kaufen. Online gibt es diverse Anbieter, wie z.B. Garten Schlüter*. Wer besondere Sorten sucht oder Wert auf Pflanzen aus biologischem Anbau legt, wird bei MeinSchönerGarten* oder Ebay* schnell fündig. 

Blaubeere im Permakultur Waldgarten

Bild: Heidelbeeren im Hausgarten

Mangold

  • Vitamine und Nährstoffe für die ausgewogene Ernährung

Mangold* ist ein Blattgemüse, das eine kultivierte Form der Rübe ist. Es hat einen hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Eisen, Phosphor, Kalium und Magnesium sowie den Vitaminen A und C. Das kalorienarme Gemüse kann von Juli bis Oktober geerntet werden und hat einen aromatisch-würzigen, leicht bitteren Geschmack. Mangold kann gekocht, gebraten, gedämpft oder roh in Salaten verwendet werden.

Mangold wird in der Regel aus Samen gezogen. Pflanzen gibt es auch im Fachhandel (Gartencenter) und in den meisten Baumärkten zur Pflanzsaison. Online sind meist mehr Sorten* und auch Saatgut in Bio-Qualität erhältlich. Auch hier empfiehlt sich, aufgrund der großen Auswahl, bei Ebay vorbeizuschauen*.

Blaubeere im Permakultur Waldgarten

Bild: Mangold ist in der Regel winterhart und treibt im zweiten Jahr wieder aus. In diesem Jahr ist mit wenig Ernte zu rechnen, da er blüht. Dafür breiten sich die Samen gerne im Garten aus, was für viel Mangold in den folgenden Jahren sorgt!

 Mangold blühlt im Garten

Bild: Mangold in der Blüte.

Wilde Rauke

  • Wilder Rucola: Der nährstoffreiche Snack mit würzigem Geschmack.

Unter dem Namen Wilde Rauke* werden verschiedene Pflanzen angeboten. Eine davon ist der schmallblättrige Rucola (Diplotaxis tenuifolia), eine krautige Pflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt, heute jedoch weltweit vorkommt. Die aufrechte Pflanze wird bis zu 70–100 cm hoch und blüht mit vier gegenüberliegenden Blütenblättern. Die Früchte sind 6 cm lange Schoten mit rundlichen, braunen Samen. Eine weitere Pflanze ist Rucola selvatica*.

Wilder Rucola kann vom Frühjahr bis zum Spätsommer geerntet werden und hat einen würzig-scharfen Geschmack. Die Früchte sind nicht zum Trocknen oder Einfrieren geeignet, können aber frisch in Salaten, auf Pizzas oder als Belag auf Sandwiches gegessen werden. Wilder Rucola ist außerdem reich an Nährstoffen und enthält Beta-Carotin und Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Magnesium.

Die Pflanze kann sehr einfach aus Samen gezogen werden. Diese sind lokal schwer zu finden, daher empfehlen sich Onlineshops wie Garten Schlüter*, MeinSchönerGarten* oder Marktplätze*.

Wilde Rauke im Garten

Bild: Mit wenigen Samen hat es angefangen, mittlerweile wächst und blüht sie im gesamten Garten: Die Wilde Rauke. Im Geschmack bedeutend intensiver als der klassische Rucola, aber durchaus sehr lecker!

Felsenbirne

  • Geschmacklich ähnlich wie Heidelbeeren
  • Reich an Vitaminen und Mineralstoffen

Die Felsenbirne* ist ein anspruchsloser Strauch aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die häufigste Art ist die Kupferbirne (Amelanchier lamarckii), die bis zu sechs Meter hoch wird und eine schöne, schirmartige Krone bildet. Im Frühjahr ist der Baum mit weißen, sternförmigen Kelchblüten in Trauben an den Enden der kurzen Seitentriebe geschmückt. Ende Juni reifen die Früchte des Blütenstrauchs und sind bei Reife kirschrot bis blauschwarz. Die Früchte sind beerenartig und haben einen ähnlichen Geschmack wie Heidelbeeren. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Gerbsäure und können direkt vom Strauch gegessen oder zu Marmelade, Saft oder Likör verarbeitet werden.

Auch die Felsenbirne gehört eher zu den unbekannten Sträuchern. Daher ist sie lokal schwer zu finden. Online gibt es sie in verschiedensten Sorten, von der gewöhnlichen Felsenbirne* über die Säulen-Felsenbirne* bis zur Erlenblättrigen Felsenbirne*

Felsenbirne bringt leckere Früchte

Bild: Für Gärten geeignet, in denen es etwas mehr Platz gibt; die Felsenbirne. Sie hat, was viele überrascht, wenig mit einer Birne zu tun. Man findet die Pflanze, kurz gehalten, auch oftmals auf Parkplätzen von Supermärkten. Ein schöner, süßer Snack!

Großer Felsenbirnen Strauch in der Blüte im April

Bild: Die Felsenbirne ist ein Strauch, der so manchen Baum überragt, wenn er nicht kompakt geschnitten wird. Hier ist es nicht mehr möglich, die oberen Früchte zu ernten. Daher zwei Möglichkeiten: Den Vögeln überlassen oder den Strauch zurückschneiden - das ist kein Problem.

Topinambur

  • Gesundes Wurzelgemüse für Verdauung und Blutzuckerspiegel

Topinambur* ist ein gesundes Wurzelgemüse, das von Oktober bis April geerntet wird. Es hat einen leicht nussigen und etwas süßlichen Geschmack und kann gut für Salate, Suppen, Aufläufe oder Aufstriche verwendet werden. Topinambur enthält viele essenzielle Vitamine und Mineralstoffe, darunter B-Vitamine, Magnesium, Eisen und Inulin. Topinambur enthält auch Ballaststoffe, die zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben können, wie beispielsweise für die Verdauung oder die Regulierung des Blutzuckerspiegels. Als “diabetische Kartoffel” kann das Gemüse für Diabetiker*innen ein idealer Kartoffelersatz sein. Topinambur kann sich schnell ausbreiten, da die Pflanzen über Rhizome wachsen. Wenn du eine Ausbreitung verhindern möchtest, solltest du die Pflanzen in einem klar abgegrenzten Bereich pflanzen. Beim Ernten von Topinambur solltest du darauf achten, die Knollen vorsichtig auszugraben, um sie nicht zu beschädigen. 

Drei Wege führen zum Topinambur: Der wahrscheinlich einfachste und günstigste Weg ist über Ebay*, der Einkauf im Bioladen (allerdings saisonal sehr eingeschränkt) oder der Tausch auf Pflanzenbörsen. In Onlineshops ist die Pflanze selten zu finden und in der Regel eher hochpreisig, da pro Pflanze bezahlt wird (im Gegensatz zum Handel, wo pro KG bezahlt wird). 

Topinambur Knollen geerntet

Bild: Topinambur Knollen

Topinambur blüht wunderschön im Garten, wie kleine Sonnenblumen

Bild: Die Topinambur-Blüten erinnern an Sonnenblumen. Sie gehören zur selben Gattung.

Baumkohl

  • Mehrfach im Jahr ernten und wie normalen Kohl zubereiten.

Baumkohl*, auch mehrjähriger Kohl, ewiger Kohl oder (je nach Sorte) auch Tausendkopfkohl genannt, hat einen strauchigen Wuchs mit mehreren Trieben. Der Vorteil: Man kann ihn mehrfach im Jahr ernten, ohne dass er neu gepflanzt werden muss. Die Blätter haben ein mildes Kohlaroma, mit einer gewissen Schärfe, und der Geschmack wird im Spätherbst und Winter durch Frosteinfluss verstärkt. Du kannst Baumkohl genauso zubereiten wie normalen Kohl, aber auch in Salaten oder Smoothies genießen. Durch seine üppige Blattpracht verschönert er zudem auch optisch jeden essbaren Waldgarten.

Mehrjähriger Kohl ist am einfachsten über Marktplätze zu kaufen* oder über Online-Pflanzentauschbörsen zu erhalten.

Mehrjähriger Kohl im Garten mit Mulchschicht

Bild: Einige Kohlsorten lassen sich überwintern und tragen über mehrere Jahre.

Champagner Bratbirne

  • Süßer Geschmack, perfekt für Schaumwein und Säfte.

Die Champagner-Bratbirne ist eine kugelrunde Birnensorte, die Anfang Oktober geerntet wird und sich bis Mitte November hält. Die Birne hat ein festes Fruchtfleisch und einen süßen Geschmack mit einem sehr hohen Zuckergehalt, weshalb sie sich - neben dem direkten Verzehr - ideal zur Herstellung von Schaumwein und Säften eignet. Der Baum ist schwachwüchsig und braucht daher länger zum Wachstum als andere Birnensorten, aber er bildet eine runde Baumkrone, die gut verzweigt und unter den richtigen Bedingungen sehr fruchtbar ist.

Die Champagner-Bratbirne ist als alte Obstsorte lokal kaum zu finden. Daher empfiehlt es sich, über Google ganz spezifisch nach Anbietern zu suchen.

Champagner Bratbirne in der Blüte, essbarer Waldgarten Pflanze

Bild: Die Champagner Bratbirne hat jedes Jahr unglaublich viele Blüten und enorm viele Früchte. Egal, wie selten oder oft man sie schneidet, ohne Spritzmittel: Diese Birne trägt und trägt und trägt zuverlässig Früchte, die sehr lecker sind!

Tafeltraube / Weinrebe

  • Gesunder Snack und Rohstoff für Marmeladen und Säfte.

Tafeltrauben* (Vitis vinifera ssp. vinifera) sind eine Traubensorte, die anders als Keltertrauben meist größer und weniger aromatisch sind. Je nach Sorte können Tafeltrauben kernlos sein oder wenige Kerne enthalten und im Geschmack von süß bis sauer variieren. Tafeltrauben werden, sobald sie reif sind, am besten im Spätsommer oder frühen Herbst geerntet, wenn sie sich noch am Rebstock befinden. Der gesunde Snack kann entweder direkt verspeist oder natürlich auch zu Marmeladen, Säften oder in Salaten verarbeitet werden.

Tafeltrauben bzw. Weinreben sind in jedem Baumarkt oder Gartencenter zu finden. Wer besonders resistente oder besondere Sorten wie z.B. die “Datteltraube”*, die “Erdbeertraube”* oder Pflanzen in Bio-Qualität sucht, wird online garantiert fündig, wie z.B. auf Ebay* oder im Onlineshop von MeinSchönerGarten*.

Reiche Traubenernte im Permakultur Hausgarten

Bild: Wer einer Rebe genug Platz und Sonne verschafft, wird mit reichhaltiger Ernte belohnt! 

Rhabarber

  • Früh ernten und süß verarbeiten.
  • Sonnig platzieren und herben Geschmack genießen.

Rhabarber* ist ein beliebtes Stangengemüse, das hauptsächlich wie Obst in der Küche verwendet wird. Er ist pflegeleicht, wächst schnell und schmeckt gekocht köstlich. Idealerweise pflanzt man Rhabarber im zeitigen Frühjahr oder Spätherbst an einem sonnigen Standort an. Nach dreijährigem Wachstum können die Halme bis zum Johannistag am 24. Juni geerntet werden. Wichtig: Die Stängel sollten weder mit Messer noch Schere beschnitten, sondern mit der Hand “abgedreht” werden. Aufgrund seines herben Geschmacks wird Rhabarber gerne gut gesüßt in Desserts wie Kompott, Kuchen und Torten verarbeitet.

Standardsorten von Rhabarberpflanzen gibt es so gut wie in jedem Baumarkt oder Gartencenter. Spezielle Sorten wie “Fultons Strawberry Surprise” oder “Canada Red” sind eher online zu finden. Pflanzen von Privatpersonen gibt es auch auf Ebay* zu kaufen.

Rhabarber im Garten wird geerntet

Bild: Rhabarber - wird auf dem Stockfoto fälschlicherweise mit dem Messer geerntet ;) 

Winterheckenzwiebel

  • Ganzjährig Schnittlauch auf dem Brot genießen.
  • Durch geschickte Bepflanzung mit Winterheckenzwiebel Schädlinge fernhalten.

Die Winterheckenzwiebel* (Allium fistulosum), auch Winterlauchzwiebel genannt, ist eine ausdauernde Zwiebelpflanze, die in Mitteleuropa beheimatet ist und ihren Ursprung in China und Russland hat. Erkennbar ist sie an ihren bis zu 80 Zentimeter hohen Röhrenblättern, die zunächst als Schnittlauch austreiben. Aus der unterirdischen Zwiebel treiben runde weiße Blüten aus, welche bei Hummeln sehr beliebt sind. Die Winterheckenzwiebel kann von März bis Mai ausgesät und fast das ganze Jahr über geerntet werden, wobei junge Blätter am zartesten sind und einen weniger ausgeprägten Geschmack haben als Schnittlauch oder Lauch. 

Tipp: Um die Zwiebel natürlich vor Schädlingen zu schützen, kannst du sie in deinem Permakultur-Waldgarten zwischen Karotten setzen. Bei der Ernte können die Blätter knapp über dem Boden abgeschnitten, wie Schnittlauch zerkleinert und über Salate oder Suppen gestreut sowie für asiatische Gerichte gebraten oder gedünstet werden.

Zwiebeln im Permakultur Garten, Mischkultur

Bild: Gemüsebeet in einem Permakulturgarten. Es ist an den “hochwachsenden Stängeln” gut zu erkennen, dass zwischen den verschiedenen Gemüsereihen immer wieder Lauch- bzw. Zwiebelgewächse wachsen.

Winterheckenzwiebeln werden über Saatgut vermehrt. Dieses gibt es im normalen Handel, zur Saison oftmals auch im Discounter sowie auch online*.

Winterheckenzwiebel in der Blüte im Garten, Schmetterlinge

Bild: Die Winterheckenzwiebel ist für mich ein Sinnbild der Permakultur-Prinzipien: earth care, fair shares, people care. Denn sie bietet genug für alle.

Alpen-Ampfer

  • Delikatesse in sommerlichen Salaten.

Alpensauerampfer ist eine essbare Pflanze, die in Europa, Nordafrika und Westasien beheimatet ist und typischerweise in Berggebieten wächst. Die Pflanze hat einen hohen Stängel mit herzförmigen und glänzenden Blättern. Sie produziert essbare Früchte, die einen sauren bis würzigen Geschmack haben. Die beste Erntezeit für die Früchte sind die Sommermonate, man kann aber auch die Blätter beispielsweise in Salaten verwenden. Sie haben einen leicht säuerlichen Geschmack, der an Zitrone erinnert. Alpensauerampfer gilt in einigen Teilen der Welt als Delikatesse und ist eine interessante Ergänzung zu jeder Mahlzeit.

Sauerampfer ist vermehrt auch in Gartencentern als Pflanze zu finden. Besonders der rotblättrige Sauerampfer bietet neben der Ernte auch einen sehr schönen Anblick. Es gibt ihn in Onlineshops* wie auch auf Ebay* als Samen oder Pflanze zu bestellen.

Ampfer im essbaren Waldgarten, Permakultur

Bild: Im März sieht der Ampfer noch etwas “gerupft” aus, die neu nachtreibenden Blätter sind aber unversehrt und geben eine leckere saure Note zum Beispiel in Salate.

 Ampfer mit Samenstand im Waldgarten

Bild: Samenstand einer Sauerampfer-Pflanze, die selbst aus Samen gezogen wurde.

Liebstöckel

  • Einfrieren, trocknen oder direkt zum Würzen von Salaten, Suppen und Eintöpfen verwenden.

Liebstöckel* ist ein mehrjähriges Kraut, das zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) gehört. Es hat glänzend dunkelgrüne, gefiederte Blätter, die weich, tief geteilt und gezähnt sind und im Juli/August blass grün-gelbe Blüten in zusammengesetzten Dolden tragen. Nach der Befruchtung entwickeln sich aus den Blüten winzige, ovale, gelbbraune Spaltfrüchte. Du erntest die frischen jungen Liebstöckelblätter am besten noch vor der Blüte, auch wenn du sie trocknen oder einfrieren möchtest. Im Spätsommer kannst du zudem die Samen ernten, sobald sie braun sind. Die Früchte schmecken ähnlich wie Sellerie und können zum Würzen von Salaten, Suppen und Eintöpfen verwendet werden.

Liebstöckel gehört zu den Klassikern der Küchenkräuter und ist daher in fast jedem Baumarkt oder Gartencenter zu finden. Online kannst du auch die seltene Wildpflanze Ligusticum scoticum, auch Schottischer Sellerie oder Schottisches Liebstöckel genannt, kaufen, die sich auch als Gewürzpflanze eignet.

 Liebstöckel im Garten

Liebstöckel Samenstand

Bilder: Zunächst unscheinbar entwickeln sich aus den grünen Blättern große Pflanzen mit sehr schönem Blütenstand. Liebstöckel wird auch “Maggikraut” genannt, da es einen würzigen Geschmack hat, der zu fast jedem herzhaften Gericht passt.

Griechischer Bergtee

  • Gesunder Tee voller Mineralien, Antioxidantien, ätherische Öle sowie Bitter- und Gerbstoffe.

Griechischer Bergtee*, wissenschaftlich bekannt als Sideritis scardica, ist ein mehrjähriges Kraut mit langen Blütenständen und gelben Einzelblüten. Sie ist auf der Balkanhalbinsel beheimatet und wächst am besten an trockenen, felsigen Hängen, die der Sonne ausgesetzt sind. Griechischer Bergtee hat einen süßen und zimtigen Geschmack mit einem frischen Salbeiduft. Es wird traditionell zur Herstellung von Teeaufgüssen sowie wässrigen oder alkoholischen Tinkturen verwendet. Es enthält eine Reihe wertvoller Inhaltsstoffe wie Bitter- und Gerbstoffe, Mineralien wie Zink und Kalium, Flavone, Antioxidantien und ätherische Öle wie Menthol und Thymol. Griechischer Bergtee kann vom späten Frühling bis zum Frühsommer geerntet werden, indem das Kraut geschnitten und in Bündeln getrocknet wird. Die Frucht hat einen süßen, erdigen Geschmack, der am besten aus biologischem Anbau genossen werden kann. Mehr über die Pflanze erfährst du auch in einem unserer ausführlichen Blogbeiträge: “Griechischer Bergtee - Alles über die Pflanze und ihre Zubereitung”

Da der griechische Bergtee als Pflanze immer beliebter wird (- aus gutem Grund!), steigt die Verfügbarkeit. Es gibt mehrere Varianten. Wem wichtig ist, genau Sideritis scardica oder doch lieber Sideritis syriaca zu kaufen, der wird nur online fündig, z.B. auf Marktplätzen*

Griechischer Bergtee im Permakultur Garten, tolle Blütenpflanze

Bild: Der griechische Bergtee hat wunderschöne gelbe Blüten und einen aromatischen Duft. 

Meerrettich

  • Scharfe Wurzel für mehr Geschmack.
  • Nach zwei Jahren erntereif.

Meerrettich* ist eine winterharte, mehrjährige Pflanze, die zur Familie der Kreuzblütler gehört. Sie wird seit dem 12. Jahrhundert kultiviert und ist für ihre scharfen Wurzeln bekannt. Die Pflanze gedeiht in fast jedem Boden, am besten jedoch in tiefgründigen und humosen Böden. Meerrettich kann von Anfang April bis Anfang Mai gepflanzt werden - und zwar am Rand oder außerhalb des Beetes, da er zum Ausbreiten neigt. Nach zwei Jahren Wachstum kann die Wurzel dann geerntet werden, sofern der Boden nicht gefroren ist. Meerrettich hat einen scharfen, würzigen Geschmack, wenn er gerieben wird, und wird oft mit Rindfleisch, Würstchen oder geräuchertem Fisch gegessen.

Hin und wieder ist Meerrettich auch im lokalen Handel zu finden. Aus meiner Sicht ist Ebay* einer der besten Anlaufstellen, um die Wurzelpflanze zu kaufen.

Der Meerrettich blüht im Permakultur Hausgarten

Bild: Meerrettich bietet nicht nur seine Wurzeln als Ernte, er hat auch unglaublich schöne und filigrane Blüten.

Und natürlich diese Klassiker für den essbaren Waldgarten

Himbeere

  • Beliebte Beere mit bunten Blüten und leckerer Ernte.

Himbeeren* sind eine Obstart, die zu den großen Rosengewächsen gehört und in den Sommer- und Herbstmonaten geerntet werden kann. Sommertragende Himbeeren tragen ihre Früchte im Sommer an den letztjährigen Trieben. Herbsttragende Himbeeren tragen ihre Früchte im Herbst an den diesjährigen Trieben. Sie haben einen zweijährigen Entwicklungszyklus, was bedeutet, dass ihre Blüten auf Stäbchen erscheinen, die im Vorjahr gebildet wurden. Je nach Sorte können sie rund, kegelförmig oder länglich sein und ihre Farbe reicht von Apricot über Rosa bis hin zu dunklen Rottönen. Die Früchte haben einen süß-säuerlichen Geschmack. Himbeeren können an einem sonnigen Standort im Garten mit humusreicher, lockerer, tiefgründiger Erde gepflanzt werden.

Ich habe noch keinen Baumarkt oder Gartencenter gefunden, in welchem es keine Himbeerpflanzen zu kaufen gab! Die Pflanze vermehrt sich sehr einfach und gerne. Daher ist mein erster Tipp: Einfach in der Nachbarschaft fragen, wer einige Pflanzen abzugeben hat. Besondere Sorten gibt es in fast allen Pflanzen-Onlineshops wie MeinSchönerGarten*, Garten Schlüter* (z.B. auch mit der Tayberry, einer Kreuzung aus Himbeere & Brombeere) oder natürlich den Marktplätzen*.

Reiche Ernte bei den Himbeeren im Garten

Stachelbeere

  • Vitaminbombe im Spätfrühling.

Stachelbeeren sind kleine, kirschgroße Früchte mit einem charakteristischen sauren und erfrischenden Aroma, die zur Familie der Grossulariaceae gehören. Sie haben eine dicke Haut und ihre Vielfalt an Formen und Farben reicht von rosa, weiß bis grün. Sie können vom späten Frühling bis zum Frühsommer geerntet werden und haben einen süßen und dennoch herben Geschmack. Stachelbeeren sind voller Vitamine und Mineralstoffe, insbesondere Vitamin C, und können für eine Vielzahl von Gerichten wie Marmeladen, Desserts und Säfte verwendet werden.

Auch die Stachelbeere ist ein absoluter Klassiker im Beerengarten, den es in jedem Gartencenter zu finden gibt. Schwieriger wird es bei Stachelbeer-Stämmchen* oder Pflanzen aus Bio-Qualität*. Dafür empfehlen sich Onlineshops.

Stachelbeer Stämmchen im Mini Waldgarten (Permakultur)

Bild: Stachelbeeren sind unglaublich genügsam und zugleich sehr ertragreich. Als Stämmchen - und nicht als Strauch - gepflanzt, lassen sie sich leicht und ohne Piekser ernten und bieten auf der Ebene am Boden viel Platz für Kräuter oder Erdbeeren.

Johannisbeere

  • Herbe Beere in den Sommermonaten.

Johannisbeeren sind klein und säuerlich, sie können rot, weiß oder schwarz sein. Im Allgemeinen können diese Beeren in den Sommermonaten geerntet werden, obwohl einige Sorten früher im Frühjahr geerntet werden. Der Geschmack einer Johannisbeere kann je nach Sorte variieren, sie ist jedoch eher süß und herb, mit einem Hauch von Zitrusfrüchten. Johannisbeeren können roh gegessen oder zu Marmeladen und anderen süßen Leckereien gekocht werden.

Für die Johannisbeere gilt das Gleiche wie für die Stachelbeere: Es gibt sie in jedem Gartencenter zu finden. Schwieriger wird es bei Johannisbeer-Stämmchen* oder Pflanzen aus Bio-Qualität*. Dafür empfehlen sich Onlineshops.

Johannisbeere im Mini Waldgarten nach Permakultur, Mischkultur

Bild: Rote Johannisbeere (Sträucher-Ebene) in einer Polykultur mit niedrigen Kräutern wie Zitronenmelisse und Thymian und etwas höheren Kräutern wie Rosmarin und Salbei, gepflanzt an einem sonnigen, terrassierten Standort.

Johannisbeer Stämmchen im Mini Waldgarten im Frühling

Bild: Auch die Johannisbeere eignet sich ideal als “Stämmchen”, da so auch am Fuße viele Pflanzen wachsen können. Und die Ernte ist zudem rückenschonender!

Minze

  • Erfrischender Geschmack mit ganzjähriger Ernte.

Minze* ist ein mehrjähriges Kraut, das am häufigsten als Aroma oder Garnierung in Lebensmitteln verwendet wird. Ihr erfrischender Geschmack wird gerne zur Verfeinerung von Salaten, Saucen, Desserts und Getränken verwendet. Minze kann zu jeder Jahreszeit geerntet werden, ihr volles Aroma entfaltet sie jedoch während der Sommermonate.

Minze wächst wie verrückt, daher sollte sie “eingezäunt” werden bzw. idealerweise im Topf oder an einer Stelle wachsen, an der sie durch Wege begrenzt ist. Wer klassische Pfefferminze sucht, kann einfach Nachbarn nach Ablegern fragen. Es gibt unzählige Sorten wie Mojito-Minze*, Schokoladen-Minze* oder Grapefruit-Minze*. Diese sind am einfachsten online zu bestellen.

Zitronenmelisse

  • Zartduftendes Kraut für Salate, Tees und Gerichte.

Zitronenmelisse (Melissa officinalis) ist ein mehrjähriges Kraut aus der Familie der Lippenblütler. Sie ist im Mittelmeerraum beheimatet und wächst in warmen Gebieten Europas, oft in Waldgebieten und an Waldwegen. Die Pflanze hat einen aufrechten Stängel und hellgrüne oder gelbgrüne, eiförmige bis herzförmige Blätter, die beim Reiben nach Zitrone duften. Sie blüht von Juni bis August mit weißen, gelblichen oder bläulichen Blüten und reift zu vier einsamigen Früchten. Melisse kann wegen ihrer essbaren Blätter und Blüten von Mai bis September geerntet werden. Die Blätter und Blüten haben einen zitronigen Geschmack und können in Salaten, Tees und anderen kulinarischen Gerichten verwendet werden.

Auch Zitronenmelisse verbreitet sich gerne von allein. Daher gilt auch hier: Einfach andere Gärtner*innen fragen. 

Thymian und Zitronenmelisse im Permakulturbeet

Bild: Unglaublich erfrischend ist der Duft der Zitronenmelisse, hier links im Bild. Etwas problematisch ist bei der Zitronenmelisse, dass sie sich schnell überall im Garten ausbreitet und schwer wieder zu entfernen ist.

Oregano

  • Bis Juni ernten und mediterrane Gerichte mit scharfem Geschmack würzen.

Oregano* (Origanum) ist eine Kräuterart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie stammt ursprünglich aus Südeuropa und ihr Name leitet sich vom griechischen Wort „Berggenuss“ ab. Zu den eng verwandten Arten gehören 44 verschiedene Arten von Oregano, darunter Majoran (Origanum majorana). Oregano wächst am besten an einem sonnigen und warmen Standort mit einem leichten und gut durchlässigen Boden, der arm an Nährstoffen ist. Es ist ein mehrjähriges Kraut, das jedes Jahr aufs Neue aus einem reich verzweigten Wurzelstock sprießt und von Juli bis September rosa bis violette Blüten trägt. Seine Blätter sind eiförmig bis länglich und leicht behaart und können vor der Blüte im Juni geerntet werden. Oregano hat einen unverwechselbaren, leicht scharfen Geschmack mit etwas bitteren Noten. Es wird häufig zum Würzen von Pizza sowie zum Verfeinern von Fleisch, Fisch, Geflügel, Eintöpfen und Würsten verwendet.

Oregano liebt unser Klima. Daher ist schnell der ganze Garten voll damit und viele Gärter*innen möchten lieber weniger als mehr davon haben. Sie geben die Pflanzen daher gerne ab. Solltest du spezielle Sorten mögen, wie z.B. den weißgefleckten Oregano, dann wirst du bei Garten Schlüter fündig*.

Oregano wächst wie von alleine

Bild: Im März beginnt der Oregano zu sprießen und bietet sich dann bis in den Herbst als vielseitiges Gewürz an. Seine Blüten locken besonders viele Insekten an.

Thymian

  • Ganzjährige Ernte für vielseitige Gerichte.

Thymian* ist eine Kräuterart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), die hauptsächlich aus dem Mittelmeerraum stammt. Es ist ein mehrjähriger Strauch oder Halbstrauch mit einem stark würzigen Geruch, da die Blätter, Stängel und Blüten ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe enthalten. Thymian ist ein vielseitiges Kraut und wird zum Würzen und Verfeinern von Fleisch, Fisch und Saucen in der mediterranen Küche verwendet und kann das ganze Jahr über geerntet werden. Sein Geschmack ist würzig und leicht bitter, kann aber je nach Thymian-Art variieren.

Von Thymian bekomme ich einfach nicht genug. Als klassische Variante ist er fast überall zu kaufen, vom Discounter bis zum Fachhandel. Online gibt es ihn auch als Bodendecker, als Zitronenthymian oder Rosenthymian*

Verschiedene Thymian Pflanzen im Waldgarten Hausgarten

Bild: Thymian fühlt sich in einem sonnigen Garten zu Hause. Es gibt unglaublich viele verschiedene Sorten, wie auf dem Bild zu sehen ist.

Echter Salbei

  • Ernte von Sommer bis Herbst für Gerichte und Medizin.

Echter Salbei (Salvia officinalis) ist ein Heil- und Küchenkraut, das im Mittelmeerraum und in Nordafrika beheimatet ist. Es ist ein mehrjähriger Strauch mit immergrünen Blättern und violett-blaulippigen Blüten, der von Juni bis August blüht. Die Blätter des Echten Salbeis sind elliptisch, samtig behaart, graugrün und etwa fünf Zentimeter lang. Zerkleinert haben sie einen stark aromatischen Geruch und einen würzigen bis bitteren Geschmack. Echter Salbei kann von Sommer bis Herbst geerntet werden. Die Blüten, Blätter und Stängel werden zum Kochen oder für medizinische Zwecke verwendet. Die Blätter können dabei frisch oder getrocknet genutzt werden und haben einen ausgeprägten, holzigen Geschmack mit einem Hauch von Pfeffer und Zitrusfrüchten.

Wie bei den meisten klassischen Küchenkräutern gibt es auch beim Salbei eine große Vielfalt. Den echten Salbei findest du vom Supermarkt bis zum Gartencenter. Ananassalbei, Goldsalbei oder Marzipansalbei dagegen sind vor allem online* erhältlich.

Salbei Pflanze im Permakultur Garten

Bild: Auch der Salbei fühlt sich an einem sonnigen und geschützten Platz am wohlsten, denn starken Nachtfrost verträgt er nicht gut. Am richtigen Standort wird er zu einem richtigen “Koloss”. Hier wächst er auf einem kleinen, mit Steinen terrassierten Hang zwischen allerlei anderen Kräutern und Beeren.

Schnittlauch

  • Ernte von Frühling bis Herbst. 

Schnittlauch* (Allium schoenoprasum) ist ein mehrjähriges Kraut aus der Familie der Lauchgewächse, das in Europa und Asien heimisch ist. Es bildet buschige, grasartige Blätter und trägt im Sommer rosa-lila Blüten. Die Blätter sind schmal und hohl, haben einen angenehmen milden bis scharfen Geschmack und werden oft als aromatische Würze in der Küche verwendet.

Schnittlauch kann von Frühling bis Herbst geerntet werden. Die Blätter können frisch oder getrocknet verwendet werden und eignen sich hervorragend zum Garnieren von Suppen, Salaten und anderen Gerichten. Die Blüten können ebenfalls verwendet werden und haben einen milden, zwiebelartigen Geschmack. Es ist eine der einfachsten Kräuter zum Anbau und kann in Töpfen oder im Garten angebaut werden.

Fleißiger Schnittlauch im Permakultur Garten

Bild: Prächtig ist der Schnittlauch im März. Töpfe, die gekauft werden, können geteilt werden. So hat jede einzelne Zwiebel mehr “Luft” und entwickelt sich noch besser. 

Schnittlauch blüht wunderschön im Garten

Bild: Schnittlauch erfreut nicht nur Menschen, sondern auch Bienen und Insekten. Die ungeöffneten Blüten sind eine leckere Einlage für Salat oder einfach so als “Mini-Snack”!

Auch einjährige Pflanzen finden ihren Platz!

Zu beachten: Ein- oder zweijährige Pflanzen wie Mangold erscheinen auf den ersten Blick nicht unbedingt für einen Permakulturgarten geeignet, da dieser sich schließlich von selbst erhalten soll. Es gibt jedoch einjährige Pflanzen wie eben jener Mangold, aber z. B. auch Kopf- oder Feldsalat, die sich trotzdem eignen, da sie sich von selbst verbreiten und so auch langfristig im essbaren Waldgarten halten.

Permakultur Garten mit einjährigen Pflanzen

Bild: Auch einjährige Pflanzen tragen, gut kombiniert, zu einem Waldgarten bei. Beispiele dafür sind schnell wachsende Pflanzen wie Bohnen, Zuckererbsen, Zucchini oder Kürbisse, oder solche, die sich selbst aussäen wie verschiedene Salate oder Mangold. Natürlich sollte man auch daran denken, nicht nur Pflanzen zu integrieren, die Essbares liefern. 

 Mangold, eine tolle Pflanze für den Permakulturgarten

Bild: Mangold ist unglaublich hartnäckig. Selbst in einer Wiese kommt er immer wieder. Und überlebt auch Rasenmähen.

 Feldsalat sät sich gerne selbst im Garten aus

Bild: Einmal von selbst ausgesät, findet sich auch nach Jahren weiterhin Feldsalat im Permakulturgarten. Allerdings ist er, im Vergleich zu den geraden Reihen im Gewächshaus, mühsam zu ernten.

Calendula in der Blüte im Permakultur Garten

Bild: Auch Blumen erfreuen Mensch und Natur! Calendula blüht wunderschön und sät sich gerne selbst aus.

Nicht überzeugt – Pflanzen, die sich nicht für deinen Waldgarten lohnen

Nachdem du bereits einige Pflanzen für deinen Waldgarten kennenlernen konntest, wollen wir hier noch einige Beispiele auflisten, die uns im Feldtest nicht überzeugen konnten. 

Schwarze Apfelbeere (Aronia)

  • Süß-herbe Früchte von August bis Oktober.
  • Starke Ernte, geschmacklick eher enttäuschend.

Die Schwarze Apfelbeere* (Aronia melanocarpa) ist ein Strauch aus der Familie der Rosengewächse, der im östlichen Nordamerika beheimatet ist. Sie kann bis zu zwei Meter hoch werden und hat während der Beerenreife leuchtend rote Blätter. Im Mai erscheinen flache Rispen, aus denen kleine weiße Einzelblüten wachsen. Im Sommer bilden sich runde, bis zu 8,5 Millimeter dicke Beeren, die zunächst auberginefarben und dann glänzend schwarz sind. Die Früchte werden von August bis Oktober geerntet und können roh gegessen oder zu Marmeladen und Gelees verarbeitet werden. Sie haben einen süß-herben Geschmack und sind reich an Vitaminen. Die schwarze Apfelbeere ist nicht besonders anspruchsvoll, wächst und trägt gut – geschmacklich kann sie jedoch nicht überzeugen, da ihre Frucht eher nach Medizin schmeckt und daher wenig Genuss bietet. 

Aronia Apfelbeere in der Blüte im Permakultur Waldgarten

Bild: Geschmacklich hat sie mich nicht überzeugt, der Blüten wegen darf die Aronia bleiben.

Goji-Beere

  • Vitaminreiche Beere mit speziellem Geschmack.
  • Verbreitet sich massiv.
  • Scharfe Dornen.

Die Goji-Beere* ist die Frucht der Wolfsbeere (Lycium barbarum) und der Chinesischen Wolfsbeere (Lycium chinense). Sie wächst an einem laubabwerfenden Strauch, der in Mitteleuropa beheimatet ist und sich von Südosteuropa bis China erstreckt. Die dekorative Pflanze enthält viele gesunde Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Eisen, B-Vitamine und Carotinoide. Goji-Beeren gedeihen am besten an einem sonnigen Standort mit durchlässigem Gartenboden und können auch in größeren Pflanzgefäßen auf Balkon und Terrasse kultiviert werden. Sie sind in der Regel von August bis Oktober erntereif und haben einen süß-säuerlichen Geschmack. Der Strauch wächst zwar sehr schnell, hat jedoch viele Stacheln und ist geschmacklich nicht überzeugend. Außerdem verbreitet er sich massiv und wer sich das Gewächs einmal in den Garten geholt hat, wird es nur schwer wieder los – ob sich das für dich lohnt, solltest du gut abwägen. 

 Anbau von Goji Beeren

Kiwi

  • Säuerliche Frucht mit viel Vitamin C.
  • Bringt in unseren Breitengraden oftmals keine Früchte trotz mehrjähriger Kultur.

Die Kiwi* ist eine mehrjährige, lianenartige, laubabwerfende Schlingpflanze, die zur Familie der Actinidiaceae gehört und ursprünglich aus China stammt. Sie hat große, radförmige weiße und später gelbliche Blütenblätter, welche die braune Kiwifrucht hervorbringen. Geerntet wird sie meist vollreif, aber nicht überreif, da sie säuerlich, aromatisch und reich an Vitamin C schmeckt. Leider konnte die Kiwi nicht als Mehrwert im essbaren Waldgarten überzeugen, da sie auch bei mehrjährigem Wachstum in unseren Breitengraden oftmals keine Früchte abwerfen. Und das, obwohl es sich um mehrere Pflanzen (weiblich, männlich & zwittrig) sowie Mini-Kiwis handelte, die seit über 10 Jahren im Garten stehen. Enttäuschend!

Mini Kiwis Früchte

Bild: Mini-Kiwi - leider ein Stockfoto, da die im Garten ja bisher keine Früchte produziert haben.

Meine Permakultur und Waldgarten-Buchtipps!

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Permakultur-Büchern auf dem Markt. Dabei ist die Qualität sehr unterschiedlich. Auch haben die Bücher sehr verschiedene Ansätze, von der grundsätzlichen Philosophie der Permakultur über klare Design-Guides bis hin zu persönlichen Erfahrungsberichten. Wer sich darüber informieren möchte, welche Pflanzen für einen essbaren Waldgarten die besten sind - über diese erste Liste hinaus -, dem kann ich diese vier Bücher empfehlen:

Permakultur Buch Das große Handbuch Waldgarten

Das große Handbuch Waldgarten von Patrick Whitefield

Das Buch "Das große Handbuch Waldgarten: Permakultur, biologischer Obst-, Gemüse- und Kräuteranbau auf mehreren Ebenen" von Patrick Whitefield* ist ein umfassender Leitfaden für den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern im Waldgarten unter Verwendung von permakulturellen Prinzipien. Das Buch beschreibt detailliert, wie man einen Waldgarten plant, anlegt und pflegt, um eine nachhaltige, produktive und vielfältige Gartenlandschaft zu schaffen. Es werden die verschiedene Ebenen im Waldgarten beschrieben und der Leser lernt, wie er Obstbäume, Beerensträucher, Kräuter und Gemüse auf verschiedenen Ebenen im Waldgarten anpflanzt und pflegt. 

Das Buch behandelt auch Themen wie die Auswahl der richtigen Pflanzen für den Waldgarten, die Bodenvorbereitung, die Bewässerung, die Schädlingsbekämpfung und die Ernte. Es enthält zahlreiche Tipps und Tricks für den erfolgreichen Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern im Waldgarten sowie praktische Anleitungen und Diagramme.

Ein - in meinen Augen - unverzichtbares Nachschlagewerk* für jeden, der daran interessiert ist, einen produktiven und nachhaltigen Waldgarten anzulegen.

  • Vorteil: Für alle, die sich mit der englischen Sprache schwer tun, ist dieses Buch gut geeignet. 
  • Manko: Das Buch enthält nur sehr wenige Bilder.

Das große Handbuch Waldgarten von Patrick Whitefield

Gaias Garden von Toby Hemenway

"Gaia's Garden: A Guide to Home-Scale Permaculture" von Toby Hemenway* behandelt verschiedene Themen wie die Planung und Gestaltung eines permakulturellen Gartens, die Auswahl der richtigen Pflanzen, die Bodenvorbereitung, die Schädlingsbekämpfung, die Bewässerung und die Ernte. Es werden auch praktische Techniken und Methoden für die Gestaltung eines natürlichen und ökologischen Gartens beschrieben, wie z.B. die Schaffung von nützlichen Insekten-Habitaten und die Verwendung von Regenwasser.

Es betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Natur und bietet praktische Tipps für die Umsetzung von permakulturellen Prinzipien in einem Heimgarten, der nicht nur produktiv, sondern auch nachhaltig und ökologisch ist. Auch dieses Buch ist ein Klassiker der Permakultur-Literatur.

  • Vorteil: Auch auf Deutsch erhältlich & sehr umfassend, mit vielen schönen Illustrationen
  • Manko: Nicht alle Themen lassen sich “einfach so” auf das Klima in Europa übertragen

Creating a Forest Garden von Martin Crawford

Viele der Permakultur-Bücher auf dem Markt stammen aus Regionen, bei denen sich die Pflanzen schwer auf die europäischen Klimazonen übertragen lassen. Australien, Indonesien oder der Süden der USA. Martin Crawford zeigt in diesem Standardwerk eine Vielzahl an Pflanzen, die er in seinem Waldgarten in Großbritannien gepflanzt hat. Daher ist sein Buch “Creating a Forest Garden: Working with Natur to Grow Edible Crops”* einer meiner größten Buchtipps für alle, die einen essbaren Waldgarten in Europa anlegen möchten! Auch ein weiteres Buch von ihm mit dem Titel “How to Grow Perennial Vegetables: Low-maintenance, low-impact vegetable gardening”* ist sehr empfehlenswert. Bedauerlicherweise sind Martin Crawfords Bücher bisher nicht auf Deutsch erschienen.

  • Vorteil: Grandios bebildert und sehr umfangreich, viel persönliche Erfahrung
  • Manko: Leider nur auf Englisch erhältlich

Paradise Lot von Eric Toensmeier & Jonathan Bates

Eher unbekannt in Europa, obwohl der Autor Eric Toensmeier eine sehr bekannte Person im Bereich der Permakultur in den USA ist, ist das Buch “Paradise Lot”*

Permakultur Waldgarten Buch Paradise Lot

Das Buch erzählt die inspirierende Geschichte der zwei Freunde Eric Toensmeier und Jonathan Bates, die einen verwilderten Vorstadtgarten in eine essbare Oase verwandeln. Die Autoren beschreiben detailliert, wie sie den unfruchtbaren Boden in ihrem Garten in eine fruchtbare Oase umgewandelt haben, indem sie verschiedene permakulturelle Techniken und Methoden anwandten. Sie beschreiben auch ihre Erfahrungen beim Anbau von exotischen Obstsorten und die Schaffung von agroforstwirtschaftlichen Systemen, die eine Fülle von Nahrungsmitteln auf kleinem Raum ermöglichen.

Das Buch ist sehr inspirierend und lehrreich und gibt wertvolle Einblicke in die Möglichkeiten von permakulturellem Gartenbau. Man kann gut von den praktischen Erfahrungen der Autoren lernen und wertvolle Tipps und Tricks für den eigenen Gartenbau mitnehmen.

Natürlich ist es nicht möglich, alle der vorgestellten Techniken und Methoden umzusetzen, da sie möglicherweise nicht in jeder Region geeignet sind, klimatisch ist aber durchaus einiges auf Europa übertragbar. Aus meiner Sicht ein großartiges und inspirierendes Buch* für jeden, der daran interessiert ist, seinen eigenen Garten zu einem blühenden Paradies zu machen und dabei nachhaltige Methoden anzuwenden - auch wenn es kein klassisches “How To”, sondern vielmehr der Inspiration dient.

  • Vorteil: Hands-on Buch mit mehr Storytelling und Tipps zu Fehlern, die zu vermeiden sind, kein “Nachschlagewerk” 
  • Manko: Leider nur auf Englisch erhältlich

Paradise Lot, inspirierendes Permakultur Buch über den Waldgarten in der Stadt

Die Zonen in der Permakultur

Die Zonierung ist ein wichtiges Konzept in der Permakultur, das bei der Planung und Gestaltung eines permakulturellen Gartens oder einer Farm verwendet wird. Dabei werden verschiedene Zonen definiert, die entsprechend ihrer Entfernung von einem zentralen Punkt (in der Regel das Wohnhaus) verschiedene Zwecke und Funktionen erfüllen.

Gaias Garden Buch mit den Permakultur Zonen, ein Standardwerk von Toby Hemenway

Bild: Illustration der Zonen aus dem Buch "Gaia's Garden" von Toby Hemenway*

Die Zonen sind wie folgt:

  • Zone 0: Dies ist der zentralste Punkt und bezieht sich auf das Haus oder den Wohnbereich. Hier werden Aktivitäten wie Kochen, Essen, Entspannung und Verwaltung durchgeführt. Es ist auch der Bereich, in dem Abfall und Kompost produziert werden.
  • Zone 1: Die nächstgelegene Zone zum Zentrum bezieht sich auf den intensiv genutzten Bereich, in dem Pflanzen angebaut werden, die häufig geerntet werden, wie beispielsweise Gemüse, Kräuter und Obst. Es ist auch ein Bereich, in dem häufige Pflege und Überwachung erforderlich sind.
  • Zone 2: Die Zone 2 ist weiter vom Zentrum entfernt und umfasst den Bereich, in dem Pflanzen angebaut werden, die weniger häufig geerntet werden, wie beispielsweise Obstbäume, Sträucher und Nutztiere. Es erfordert weniger Pflege und Überwachung als Zone 1. Ein Waldgarten befindet sich meist in den Zonen 2 und 3 - der Übergang ist fließend. Kräuter des täglichen Bedarfs, wie z.B. Küchenkräuter, sind grundsätzlich eher in Zone 1 zu finden. Obstbäume, die nur alle paar Monate gepflegt werden müssen, eher in Zone 2.
  • Zone 3: Dies ist ein Bereich, in dem Pflanzen angebaut werden, die saisonal geerntet werden, wie beispielsweise Getreide und Nüsse. Es erfordert noch weniger Pflege und Überwachung als Zone 2.
  • Zone 4: Die Zone 4 ist ein wilder Bereich, der für den Anbau von Wildpflanzen und zur Erhaltung der natürlichen Umwelt genutzt wird. Es ist ein Bereich, der in der Regel nicht für die landwirtschaftliche Produktion genutzt wird.
  • Zone 5: Die Zone 5 ist ein wilder Bereich, der vollständig der natürlichen Umgebung gewidmet ist und nicht für landwirtschaftliche Produktion oder menschliche Aktivitäten genutzt wird. Es dient als Lebensraum für Tiere und als Erhaltungsgebiet. Diese Zone kommt großflächig in der Regel nur in größeren landwirtschaftlichen Permakultur-Betrieben vor.


Die Zonierung ermöglicht es dem permakulturellen Designer, den Garten oder die Farm auf eine Weise zu gestalten, die den Platzbedarf und die Pflegeanforderungen der verschiedenen Elemente berücksichtigt. Es erleichtert auch die Arbeit und reduziert den Zeitaufwand, indem wichtige Elemente näher am Zentrum und häufig genutzte Bereiche platziert werden.

Gilden in der Permakultur

Die Obstbaum-Gilde ist eine Methode, die gerne in der Permakultur verwendet wird. Dabei werden verschiedene Pflanzen um einen zentralen (Obst-)Baum gruppiert, um eine maximale Ernte und Nutzung des Raumes zu erreichen. 

Die Gilden umfassen Pflanzen, die multifunktional und nützlich sind und oftmals auch natürlicherweise zusammenwachsen würden, wie beispielsweise Pflanzen, die düngen, Schädlinge abwehren, nützliche Insekten anziehen, Mulch erzeugen und Gras unterdrücken. 

Die Grundelemente einer Obstbaum-Gilde sind:

  • der Obstbaum selbst
  • Sträucher oder kleinere Bäume
  • Kletterpflanzen und Reben
  • krautige mehrjährige Pflanzen
  • ein- oder zweijährige Pflanzen
  • Zwiebeln, Wurzeln und Knollen in der Wurzelzone

Eine gut gestaltete Obstbaum-Gilde ist widerstandsfähiger und kräftiger und kann die einzigartigen (klimatischen) Bedingungen des Standorts besser bewältigen. Das Ziel ist es, ein holistisches Design zu schaffen, indem verschiedene Schichten des Pflanzenlebens berücksichtigt werden. 

Die Pflanzen in einer Obstbaum-Gilde sollten:

  • Umweltbedingungen verbessern
  • Stickstoff fixieren und dynamisch Nährstoffe sammeln
  • Bestäuber und andere nützliche Tiere anziehen
  • Schädlinge verwirren, ablenken oder abwehren
  • essbare Erträge liefern
  • oder andere Erträge wie Heilkräuter, Farbstoffe, Handwerksmaterialien usw. bieten

Die klassische Apfelbaum-Gilde aus der Permakultur besteht aus verschiedenen Elementen, die dem nackten Boden Leben geben und viele Funktionen unterstützen. Oftmals orientiert sich das Design an dem Buch "Gaia's Garden" von Toby Hemenway*.

Die Gilden in der Permakultur im Buch Gaias Garden

Bild: Illustration der Apfelbaum-Gilde aus dem Buch "Gaia's Garden" von Toby Hemenway*

Zu den Elementen dieser Apfelbaum-Gilde gehören in diesem Beispiel:

  • Knoblauch & Schnittlauch um den Stamm, um Gräser zu unterdrücken
  • Mulchpflanzen wie Beinwell, Artischocken und roter Klee
  • Nährstoff-Akkumulatoren wie Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Borretsch, Ringelblume und Lupine
  • sowie Stickstoff-Fixer wie Alfalfa, Klee und Lupine
  • und Insekten anziehende Pflanzen wie Koriander, Petersilie, Zitronenmelisse, Engelwurz, Fenchel, Alfalfa und Ringelblume

Das Ziel der Apfelbaum-Gilde ist es, die verschiedenen Elemente zusammenarbeiten zu lassen, um mit weniger Arbeit mehr Ertrag zu erzielen und Schäden durch eine Mischkultur entgegenzuwirken.

Fazit

Ein essbarer Waldgarten ist eine nachhaltige und ökologisch verantwortungsvolle Art der Landnutzung. Er basiert auf den Prinzipien der Permakultur und imitiert natürliche Waldökosysteme. Durch die Verwendung von verschiedenen Pflanzenschichten, die in Zonen angelegt werden, kann eine reichhaltige und vielfältige Ernte auf vergleichsweise wenig Platz erzielt werden. 

Der essbare Waldgarten bietet gesunde und leckere Früchte, Gemüse und Kräuter ohne Giftstoffe, eine einfache Ernte ohne viel Aufwand und Pflege sowie regelmäßige Erträge durch mehrjährige Pflanzen. Außerdem fördert er eine höhere Artenvielfalt. Damit ist der essbare Waldgarten eine ideale Lösung für alle, die ihre eigenen Lebensmittel selbst produzieren möchten, ohne dabei den ganzen Tag damit zu verbringen, Beete umzugraben.

Diese Liste mit meinen Lieblingspflanzen ist selbstverständlich nicht abschließend. Du kannst den Waldgarten an deine persönlichen Vorlieben und die klimatischen Bedingungen deiner Region anpassen. Denke daran, dass eine gute Planung und Gestaltung deines Waldgartens entscheidend für eine erfolgreiche Ernte ist!

Permakultur essbarer Waldgarten im Hausgarten in Deutschland

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